Ein guter Preis kommt selten von allein. Mit der richtigen Verhandlungsstrategie kannst du beim Wohnmobil-Kauf mehrere tausend Euro sparen.
Vorbereitung ist alles
Bevor du in die Verhandlung gehst:
- Marktwert kennen: Recherchiere vergleichbare Fahrzeuge
- Schwächen notieren: Jeder Mangel ist ein Argument
- Budget festlegen: Deine absolute Schmerzgrenze
- Alternativen haben: Nie nur ein Fahrzeug im Auge
Verhandlungsstrategien
1. Sachlich bleiben
Argumentiere mit Fakten, nicht mit Emotionen. "Der Marktwert vergleichbarer Fahrzeuge liegt bei X" ist überzeugender als "Das ist mir zu teuer".
2. Schweigen als Taktik
Nach einem Angebot: Schweige. Viele Verkäufer füllen die Stille mit einem besseren Angebot.
3. Das "Wenn-Dann"-Prinzip
"Wenn Sie mir beim Preis entgegenkommen, schließe ich heute ab." Zeige Kaufbereitschaft, aber an Bedingungen geknüpft.
4. Der richtige Zeitpunkt
Beste Verhandlungszeiten: Ende des Monats/Quartals (Verkäufer müssen Quote erfüllen), im Winter (Nebensaison), bei längerem Standzeit des Fahrzeugs.
Was du verhandeln kannst
Nicht nur der Preis ist verhandelbar:
- Preisnachlass: 5-15% sind oft möglich
- Zubehör inklusive: Markise, Fahrradträger, Sat-Anlage
- Garantieverlängerung: Besonders beim Händler
- Volle Tanks: Gas, Diesel, Frischwasser
- TÜV/Gasprüfung: Neu machen lassen
- Winterlager: Erster Monat gratis
- Einweisung: Ausführliche Technik-Schulung
Dont's bei der Verhandlung
- Nicht zu enthusiastisch: "Das ist mein Traumwohnmobil!" = schlechte Verhandlungsposition
- Nicht sofort zusagen: Schlaf eine Nacht drüber
- Nicht respektlos sein: Höflichkeit öffnet Türen
- Nicht bluffen: Falsche Behauptungen rächen sich
- Nicht ohne Limit verhandeln: Wisse, wann Schluss ist
Abschlusstipp: Der beste Deal ist einer, bei dem beide Seiten zufrieden sind. Drücke den Preis nicht so weit, dass der Verkäufer unzufrieden ist – das kann bei späteren Fragen oder Problemen zurückschlagen.